Da gehör ich hin!
KonfiCamp vom 6. bis 10. August zum dritten Mal in Wittenberg
130 Konfis und Teamer leben derzeit im Dorfcamp „Afrika“. Geschlafen wird in Großzelten, der zentrale Treffpunkt ist das Dorfzelt – groß genug für mehr als 100 Menschen, voll von Stimmen, Lachen und Musik. Die Teilnehmenden kommen aus evangelisch-reformierten Kirchengemeinden und sind heute schon seit vier Tagen hier.
Sie sind Teil des größten KonfiCamps in Deutschland: 750 Konfis an einem Ort, in diesem Sommer. Seit drei Jahren sind die Reformierten dabei, jedes Mal mit einer großen Gruppe, die für eine Woche eine Gemeinschaft auf Zeit bildet. Gemeinsam feiern, beten, singen, lachen – und der evangelischen Kirche ein junges Gesicht geben.
Im KonfiCamp spielen die Teamer eine tragende Rolle. Jede Gemeinde bringt ihre eigenen mit: mal die Pastorin oder den Pastor, mal eine Jugendreferentin oder einen Jugendreferenten – meistens aber junge Menschen, die selbst in der Evangelischen Jugend groß geworden sind und nun Verantwortung übernehmen. Sie alle sind an ihren türkisfarbenen Shirts zu erkennen.
Eine von ihnen ist Zoe Holtschulte. Die 24-Jährige kommt aus der Kirchengemeinde Gildehaus. Dort war sie als Jugendliche erst im offenen Jugendtreff, später Jugendmitarbeiterin. Vor Kurzem hat sie in Hannover ihr Studium der Sozialen Arbeit und Religionspädagogik abgeschlossen und macht nun ihr Anerkennungsjahr in der Evangelisch-reformierten Jugend im Synodalverband X. Beim KonfiCamp betreut sie keine eigene Gemeindegruppe – sie gehört zur Camp-Leitung und lebt mehrere Wochen direkt auf dem Gelände.
Zoe ist Teil des „Offenes-Ohr-Teams“ – Anlaufstelle für kleine und große Sorgen. Manchmal sucht ein Konfirmand wegen Heimweh lieber sie auf statt die eigene Teamerin. Manchmal möchte sich eine erschöpfte Konfirmandin für ein paar Stunden zurückziehen. Manchmal braucht jemand nach einer Behandlung durch die Sanis noch ein tröstendes Gespräch. „Meist haben wir das Problem nach ein bis zwei Stunden gelöst“, sagt Zoe.
Auch für große Aufgaben ist ihr Team zuständig: Aufgabe: Im Notfall leitet es eine Evakuierung. Im vergangenen Jahr mussten alle für einige Stunden das Gelände verlassen – ein schweres Gewitter zog auf.
Jugendreferentin Susanne Stamer (Foto 1, rechts) ist die reformierte Camp-Leiterin, hier zusammen mit Landesjugendpastor Bernhard Schmeing (Foto 1, links) am Kicker. Lea Weber aus Leipzig (Foto 2) ist für das komplette Camp verantwortlich. Sie macht dies im zweiten Jahr hauptberuflich.


















