Solidarität mit Menschen in Not
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat 2025 fast 30 Millionen Euro an Spenden erhalten und damit in etwa dasselbe Ergebnis wie im Vorjahr. Dieses stabile Spendenergebnis kommt zu einer Zeit, in der die öffentlichen Mittel für humanitäre Hilfe deutlich gesunken sind.
Aus der Evangelisch-reformierten Kirche erhielt die Diakonie Katastrophenhilfe 57.638 € an Spendengeldern. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spender*innen für die Unterstützung der Arbeit“, sagt Thomas Fender, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes der Evangelische-reformierten Kirche. „Menschen, die durch Kriege, Erdbeben und andere Katastrophen in Not geraten sind, benötigen sofortige humanitäre Hilfe. Jede Spende ist ein Beitrag, diese Not zu lindern.“
Für das verheerende Erdbeben in Myanmar, wo zugleich ein Bürgerkrieg herrscht, spendeten die Menschen in Deutschland rund 3,6 Millionen Euro an die Diakonie Katastrophenhilfe. Für Hilfsprojekte in der Ukraine gingen 2,2 Millionen Euro ein, gefolgt von Sudan mit 1,4 Millionen Euro.
„Wie erleben aktuell am Beispiel von Venezuela, wie schnell die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner helfen. Sie verteilen Wasserfilter, Zelte und Decken, und sie bieten medizinische Dienste an. Diese unmittelbare Hilfe verbindet die Menschen mit der Diakonie Katastrophenhilfe und stärkt Vertrauen“, sagt Marius Blümel, Referent Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe im Diakonischen Werk der Evangelisch-reformierten Kirche.
Im Unterschied zu den Spenden blieben die öffentlichen Mittel 2025 deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts an die Diakonie Katastrophenhilfe haben sich mit 9,8 Millionen Euro fast halbiert. Noch stärker fiel der Rückgang beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus, welches 2,2 Millionen Euro bereitstellte. Einen Zuwachs verzeichnete das Hilfswerk hingegen seitens der Europäischen Union. Insgesamt haben sich die gesamten öffentlichen Mittel um rund ein Drittel reduziert und lagen 2025 bei 18 Millionen Euro.
Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet. Sie ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Hilfe wird unabhängig von politischer Einstellung, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und Nationalität geleistet. Dabei achtet das Hilfswerk auf strikte Neutralität und ist in seinen Entscheidungen unabhängig.
28. Juli 2026
Ulf Preuß, Pressesprecher / Presseinformation der Diakonie Katastrophenhilfe

