Reformationsstag als Feiertag rückt näher

Evangelische Kirchen begrüßen Einigung der norddeutschen Regierungschefs

Zur Einigung der norddeutschen Regierungschefs auf die Einführung des Reformationstages als gesetzlichen Feiertag sagt die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen:
 
Wir freuen uns, dass sich die norddeutschen Regierungschefs auf den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag geeinigt haben. Damit stärken sie die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Reformation. Wir hoffen, dass nun die erforderliche Mehrheit im niedersächsischen Landtag erreicht wird und sind gespannt auf die Debatte im Landtag. Wenn der Reformationstag gesetzlicher Feiertag wird, sehen wir darin eine  besondere Aufgabe und Verpflichtung. Wir wollen ihn für die ganze Gesellschaft öffnen. Dabei werden wir gerne mit anderen Religionsgemeinschaften und gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten.

Für die Bremische Evangelische Kirche erklärte Schriftführer Renke Brahms:
(...) "Die evangelische Kirche wird an die guten Erfahrungen im vergangenen Jahr anknüpfen, als am 31. Oktober bundesweit das Reformationsjubiläum in ökumenischer Weite gefeiert wurde und nicht mit Abgrenzung und Ausgrenzung. Auch im Dialog mit anderen Religionen und gesellschaftlichen Gruppen ist es uns gelungen, Gräben zu überwinden. Dahinter gehen wir nicht zurück. Wir sind uns der Schattenseiten der historischen Ereignisse und Positionen rund um die Reformation bewusst und benennen sie auch. Wir werben aber auch dafür, die positiven Kräfte der Reformation, nämlich Freiheit und Mut zur Veränderung, in unser gesellschaftliches  Zusammenleben einzubringen.“ Nur in diesem Sinne, so Brahms, könne man den Reformationstag feiern.


1. Februar 2018
Quellen: Pressemitteilungen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und der Bremischen Evangelischen Kirche


www.evangelische-konfoederation.de/

 

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