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"Kirche mit mir" - Wahlbeteiligung sinkt leicht - Kirchenpräsident dankt allen Beteiligten

An den Gemeindewahlen in den Kirchengemeinden der Evangelisch-reformierten Kirche haben geringfügig weniger Menschen teilgenommen als bei der letzten Wahl. Nach den Ergebnissen aus 126 der 145 Kirchengemeinden sank die Wahlbeteiligung auf 14,5 Prozent, das ist rund ein Prozent weniger als bei der letzten Gemeindewahl 2015. Die evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannover, Brauschweig, Oldenburg und Schaumburg Lippe mussten einen Rückgang der Beteiligung rund um drei Prozent verzeichnen. Erstmals wählten bei dieser Kirchenwahl alle evangelischen Kirchengemeinden in Niedersachsen ihre Leitungsgremien an einem gemeinsamen Termin neu

Erwartungsgemäß lag die Wahlbeteiligung in den Städten deutlich niedriger als in den Kirchengemeinden auf dem Land. So konnte die Kirchengemeinde in Laar in der Grafschaft Bentheim ihr schon beeindruckendes Ergebnis von 2012 noch einmal verbessern. Die Wahlbeteiligung stieg von 55,6 auf 58,7 Prozent. In der Kirchengemeinde in Nordhorn wählten 8,9 Pozent der Wahlberechtigten, in Hamburg sieben und in Emden 5,2 Prozent. In Pilsum in Ostfriesland gaben 33,2 Prozent ihre Stimme ab.

Insgesamt kamen in den beiden Regionen Ostfriesland und Grafschaft Bentheim durchschnittlich mehr Wähler an die Wahlurne als in den anderen Regionen. In den ostfriesischen Synodalverbänden lag die Beteiligung bei 14,8 Prozent, in der Grafschaft Bentheim bei 18,5% - und damit um 2,3 Prozentpunkte über der Beteiligung an der letzten Wahl.

Kirchenpräsident Martin Heimbucher danke allen, die sich an den Kirchenwahlen beteiligt haben. „Sie alle haben öffentlich gezeigt, dass Sie zu Ihrer Kirche stehen, und dass Sie bereit sind, in Ihrer Gemeinde Verantwortung zu übernehmen.“ Den Gewählten riet er, die Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Heimbucher betonte: „In diesen Zeiten vielfachen Wandels hat die Kirche und hat die Gemeinde vor Ort eine wichtige Aufgabe: Wir sind Botschafter der Barmherzigkeit Gottes in Wort und Tat. Wir achten auf die Nöte der Schwächeren in unserer Gesellschaft. Und wir geben ihnen ihre Würde und leihen ihnen unsere Stimme. Diese Aufgabe lohnt den Einsatz Vieler.“

Im Anschluss an die Wahlen in den Gemeinden werden nun auch die Mitglieder der Synodalverbandssynoden und der Gesamtsynode neu bestimmt.

12. März 2018
Ulf Preuß, Pressesprecher

 

Das Foto zeigt die Öffnung der Wahlurne in der Gemeinde Ringstedt (Foto: Kirchengemeinde Ringstedt)

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