Flüchtlinge unterstützen

Im November hat die Gesamtsynode einen Sonderfonds zur Unterstützung der Arbeit mit Flüchtlingen eingerichtet und ihn mit 50.000 Euro für das Jahr 2015 ausgestattet. Dieser Sonderfonds wird vom Diakonischen Werk der Evangelisch-reformierten Kirche verwaltet. Um Projekte für die Arbeit mit Flüchtlingen fördern zu lassen ist ein Antrag mit kurzer Projektbeschreibung und einfachem Kosten-/Finanzierungsplan an das Diakonische Werk zu richten. Nach Abschluss des Projektes ist über die Verwendung der Mittel kurz zu informieren. Zuschussberechtigt aus dem Fonds sind alle Mitglieder des Diakonischen Werkes.

Für die Hilfe von Flüchtlingen gibt das Diakonische Werk eine Reihe von Anregungen:

  • Mit dem Auto zum nächsten Supermarkt oder Lebensmittelladen mit Lebensmitteln aus dem Heimatland fahren, z.B. arabisches/asiatisches Geschäft
  • Begleitung zum Arzt oder zur Behörde anbieten
  • Termine vereinbaren (z.B. mit Behörden, Arzt, Beratungsstellen, Schulen etc.)
  • Bahn- oder Bustickets kaufen und ausdrucken sowie Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel erklären
  • Wenn öffentliche Verkehrsmittel rar oder teuer sind, sich um Alternativen kümmern, z.B. Fahrgemeinschaften zur Abholung der monatlichen Leistungen oder zur Kirche/Moschee
  • Die Wohnung gemeinsam verschönern und wohnlicher machen
  • Sprachunterricht (formell oder informell) organisieren
  • Babysitten während des Sprachunterrichts anbieten
  • Sich selbst zum Tee oder Kaffee einladen (lassen)
  • Interkulturelle Begegnungsabende für Einheimische und Flüchtlinge im Ort organisieren
  • Kleiderkammern/Flohmarkt veranstalten
  • Sportvereine, Spielkreise und Musikgruppen dazu animieren, zu einem „Tag der offenen Tür“ einzuladen
  • Sportereignisse gemeinsam verfolgen (Fußball-Weltmeisterschaft, Champions-League, Olympia etc.)
  • Bei Arbeitseinsätzen an Sportstätten, Kindergärten, in Stadtparks oder bei einem Umzug gemeinsam mithelfen
  • Internet-Zugang organisieren
  • Interesse an den jeweiligen religiösen Feiertagen und damit verbundenen Traditionen zeigen
  • Hausaufgabenhilfe für Kinder
  • Ausflüge in die Umgebung (See, Picknick, Freibad, Zoo, Museum ...)
  • Flüchtlingen die Gelegenheit geben, wenn gewünscht, von ihrem Land/ihrer Geschichte/ ihrer Kultur zu erzählen
  • Auf Migrantenselbstorganisationen aufmerksam machen
  • Lokale Betriebe nach Möglichkeiten zum Hospitieren/Praktikum/Ausbildung/Jobs fragen
  • Besuche und Besichtigungen von Arbeitsstätten, Betrieben und Universitäten ermöglichen, um Arbeitsfelder und Berufe kennenlernen zu können
  • Gemeinsame Gartenarbeit und zusammen Gemüse anbauen und ernten (Interkulturelle Gärten)

Und eine Einladung an christliche Flüchtlige zum nächsten Gottesdienst ist sicher auch eine gute Idee und schafft interessante Begegnungen. Diese Tipps und weitere Informationen zum Thema können Sie auch nachlesen in der Informationsschrift von Diakonie und Caritas „Flüchtlinge in Niedersachsen - was kann ich tun?“

Download der Broschüre

20. Januar 2015
Ulf Preuß, Pressesprecher

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