Eberhard Busch erhält Karl-Barth-Preis

Eberhard Busch (Archivfoto von 2017: Delf Bucher)

Eberhard Busch hat den Karl Barth Preis der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) überreicht bekommen. Die feierliche Preisverleihung fand in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Göttingen statt und wurde durch einen Gottesdienst eröffnet.

Mit der Auszeichnung würdigt die UEK das theologische Lebenswerk Eberhard Buschs, das seit Jahrzehnten die Erforschung und das Verständnis von Leben und Theologie Karl Barths maßgeblich geprägt hat. Busch gilt international als einer der bedeutendsten Barth Forscher und hat durch seine wissenschaftliche, editorische und kirchliche Arbeit Generationen von Theologinnen und Theologen beeinflusst.

Die Laudatio hielt Professor Dr. Georg Plasger, der die Bedeutung des Preisträgers hervorhob: „Eberhard Busch hat die Theologie Karl Barths nicht nur erforscht, sondern sie über Generationen hinweg lebendig weitergegeben.“

„Karl Barth war kein Lehrer auf Distanz“, sagte Eberhard Busch in seiner Dankesrede und verwies auf die persönliche Nähe und das gemeinsame Leben und Arbeiten, durch die Barth für ihn nicht nur theologischer Lehrer, sondern prägende Begegnung geworden sei.

Die Vorsitzende der UEK, Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst, dankte Eberhard Busch für ein theologisches Wirken, das sich durch Lernbereitschaft, Gesprächsoffenheit und Erneuerungskraft auszeichne. Der 89-jährige Busch, geboren in Witten (Ruhrgebiet), war von 1965 bis 1968 Assistent von Karl Barth war danach Pfarrer im schweizerischen Uerkheim. 1986 wurde er Professor für Systematische Theologie an der reformierten Fakultät der Universität Göttingen.

Der Karl Barth Preis wurde 1986 anlässlich des 100. Geburtstags Karl Barths eingerichtet. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit ihm ehrt die UEK Persönlichkeiten, deren Werk oder Wirken durch die Theologie Karl Barths inspiriert ist und die diese in besonderer Weise für Kirche und Öffentlichkeit fruchtbar machen.

26. April 2026
Presseinformation der UEK

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