Aus für diakonische Einrichtungen nicht zu vermeiden
Die Arbeit & Soziales gGmbH des Synodalverbandes Südliches Ostfriesland geht in die Insolvenz – das hat kürzlich die Gesellschafterversammlung der Arbeit & Soziales AG in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen. „Trotz guter Verhandlungen u.a. mit dem Landkreis Leer über Leistungsentgelte ist es leider nicht gelungen, eine auskömmliche Finanzierung der verschiedenen Bereiche hinzubekommen“ so die kommissarische Geschäftsführerin Dorothea Währisch-Purz. Die Gründe hierfür seien vielfältig: steigende Lohnkosten, technische Anforderungen, hohe Mieten - all das habe letztlich zur Zahlungsunfähigkeit geführt.
Das Aus für die Arbeit & Soziales gGmbH betreffe gleich mehrere Einrichtungen in denen seit Jahren erfolgreich diakonische Arbeit geleistet werde. „Egal ob in der Begleitung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter (kurz UMA), mit der Hafenschule oder der Schuldnerberatung, im Bereich der Jugendhilfe oder auch dem Waschhaus – hier haben benachteiligte Menschen Hilfe erhalten“, betont Währisch-Purz „Diakonisches Handeln ist ein sichtbares Zeichen von Kirche, sich um Benachteiligte zu kümmern schon in der Bibel ein klarer Auftrag.“
Die 41 Mitarbeitenden der Arbeit & Soziales gGmbH wurden am gestrigen Donnerstag in einer Vollversammlung über die anstehende Insolvenz informiert. Ebenso die Synodalen des Synodalverbands südliches Ostfriesland als alleinige Gesellschafter.
Über einen langen Zeitraum waren die Angebote Teil des diakonischen Aufgabenfeldes des Synodalverbands südliches Ostfriesland. Im Jahr 2023 wurde Arbeit &Soziales in die Rechtsform einer gGmbH überführt.
7. Juli 2026, Mareike Nolting

