„Schepken Christi“ im Ratskeller

Ausstellung "Ich bin fremd gewesen" in Leer eröffnet

Im Ratskeller in Leer ist am Dienstagabend (28. November) die Ausstellung „Ich bin fremd gewesen“ eröffnet worden. Die Ausstellung erzählt in acht Geschichten über Flucht und Integration. Zeitzeugen aus den vergangenen acht Jahrzehnten berichten im Videoportrait über ihre Flucht aus der Heimat und ihre Ankunft in Deutschland. Die Schau wurde von der Evangelisch-reformierten Kirche anlässlich des Reformationsjubiläums entwickelt.

Der Untertitel „500 Jahre Reformation - 500 Jahre Migration“ schlage eine Brücke zwischen den Themen Reformation und Flucht, so Kirchenpräsident Martin Heimbucher am Dienstagabend. Geschichte und Gegenwart werde hier am Schicksal konkreter Menschen deutlich und lasse sie selber zu Wort kommen. „Nur wenn wir uns ihre Geschichte mit offenen Ohren anhören, können wir ermessen, was es hieß und was es heute heißt, die Heimat, den Beruf und allzu oft auch die eigene Familie zurück zu lassen“, sagte Heimbucher.

Die Leeraner Bürgermeisterin Beatrix Kuhl zeigte sich sehr erfreut, dass die Ausstellung, die im Sommer in Emden bereits mehr als 5000 Menschen auf dem „Schepken Christi“ gesehen haben, nun in Leer gezeigt werde. Der Ratskeller sei ein geeigneter Ort das Symbol „Schepken Christi“ zu transportieren. Es erinnere auch an die Menschen, die aktuell über das Meer flüchten müssten.

Für den Ratskeller in Leer ist die Ausstellung so umgebaut, dass die Besucher dort den Eindruck gewinnen, sie betreten das Unterdeck eines Schiffes. „Durch die Beziehung zu dem biblischen Symbol Schiff entfalten die Fluchtgeschichten ihre besondere Wirkung“, betont Sven Kramer, der als Reformationsjubiläumsbeauftragter das Konzept mit entwickelte. Die Aussstellung sei auch bewusst an allen Tagen des „Wiehnachtsmarkt achter d‘ Waag“ geöffnet. Sie ist noch bis zum 30. Dezember zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend von 13 bis 18 Uhr, Sonntag von 13 bis 19 Uhr
(Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtstag geschlossen). Der Eintritt ist frei.


Ausstellungsort: Ratskeller des Rathauses Leer, Rathausstraße 1, 26789 Leer

Foto oben: Kirchenpräsident Martin Heimbucher (links) zeigt Bürgermeisterin Beatrix Kuhl (Mitte) und Heinz Feldmann (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse LeerWittmund) eine Fluchtgeschichte. Die Sparkasse hat den Umbau finanziell gefördert. Galerie unten: Von der Eröffnung der Ausstellung.


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