Moorkolonisten gründen Gemeinde

Goergsdorf feiert 150-jähriges Bestehen

Die Evangelisch-reformierte Gemeinde Georgsdorf feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Am Sonntag, 1. Oktober, predigte Kirchenpräsident Martin Heimbucher im Festgottesdienst zum Jubiläum. An diesem Tag vor genau 150 Jahren wurde der Ostfriese Boldewyn Odens als erster von der Gemeinde gewählte Prediger in sein Amt eingeführt.

Die Kirchengemeinde in der ehemaligen Moorkolonie entstand auf Initiative der damaligen Siedler. Sie gehörten zunächst zur etwa zehn Kilometer entfernten evangelisch-reformierten Gemeinde Veldhausen, strebten aber seit etwa 1860 an, in ihrem Ort Neue Piccardie, wie Georgsdorf bis dahin hieß, eine eigene Gemeinde zu gründen. 1865 erhielten die Moorkolonisten die Genehmigung zum Bau einer Kirche und einer Pfarrwohnung, am 24. Januar 1866 wurde der erste Georgsdorfer Kirchenrat gewählt. In den Gemeindeakten findet sich der 29. September 1867 als offizielles Gründungsdatum.

1891 wuchs die neu gegründete Gemeinde um die Christen aus Adorf, in den 1970er Jahren kamen die Evangelisch-reformierten aus Alt Wietmarschen und Füchtenfeld dazu. Heute hat die Gemeinde etwa 1450 Mitglieder. Das mit der Kirche zeitgleich gebaute Alte Pastorat ist das älteste Gebäude in Georgsdorf, 2014 von Grund auf saniert dient es heute der Ökumenischen Pflegestation Emlichheim als Begegnungsstätte. Passend zum Gemeindejubiläum wurde die Kirche von Januar bis März 2017 umfänglich restauriert.

Nach dem Gottesdienst begann ein umfangreiches Festprogramm, das am Abend mit einer musikalischen Matinée in der Kirche endet.

1. Oktober 2017
Ulf Preuß, Pressesprecher

Bild oben: Der Konfirmandenjahrgang von 1926 von Pastor Karll Saueressig
Bild unten: Der Konfirmandenjahrgang 2017/2018 von Pastor Gert Veldmann

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