denkbar. Der Laden: Der nordwestliche Diwan

Wittenberger wollen mit drei leitenden Theologen diskutieren

Die drei leitenden Theologen der Bremischen Evangelischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg und der Evangelisch-reformierten Kirche haben am Dienstagabend, 29. August, das Gespräch im „Salon am Dienstag“ in „denkbar. Der Laden“ in Wittenberg gestaltet. Etwa 15 Besucher aus Wittenberg und Umgebung kamen, um mit  dem oldenburgischen Bischof Jan Janssen, dem reformierten Kirchenpräsidenten Martin Heimbucher und dem bremischen Schriftführer Renke Brahms zu diskutieren.

Die drei Kirchenleiter hatten ihre Einladung zu dem Gesprächsabend mit „Der nordwestliche Diwan“ überschrieben, um damit auf die gute Kooperation der Kirchen im nordwestdeutschen Raum im Jahr des Reformationsjubiläums anzuspielen. „denkbar. Der Laden“– untergebracht in einem ehemaligen Friseursalon in der Wittenberger Innenstadt ist der gemeinsame Beitrag der drei Kirchen zur Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt. An jedem Dienstagabend luden die jeweiligen Betreiber des Ladens im Salon am Dienstag zum Gespräch mit der Wittenberger Bevölkerung.

An diesem Abend entwickelte sich zwischen das Gästen und den drei einladenden Theologen ein Gespräch über Ost und West – und nahm damit den Titel des berühmten Gedichtbandes Johann Wolfgang von Goethes „Der West-östliche Diwan“ auf. Grundsätzliche Klagen über nach wie vor existierende Unterschiede zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern wurden laut: die unterschiedliche Rente, unterschiedliche Einkommen, die Anerkennung von Berufsabschlüssen. Wittenberger Gäste drückten aber auch ihr Unverständnis über eine konfessionelle Vielfalt aus, für die drei Kirchenvertreter aus Bremen, Oldenburg und Leer stehen. Sie fragten an, ob angesichts einer christlichen Minderheit nicht eine konfessionelle Einigung überfällig sei.

In der kommenden Woche endet die Weltausstellung Reformation in Wittenberg und damit wird auch „denkbar. Der Laden“ in dem ehemaligen Friseursalon geschlossen. Der letzte Salon am Dienstag dann unter der Überschrift „Wittenberg: Vom Friseursalon zur denkbar – und zurück?!“ Die drei Organisatoren und Erfinder des Ladens wollen dann zusammen mit Wittenbergern und anderen eine Bilanz ziehen.

30. August 2017
Ulf Preuß, Pressesprecher

 

www.denkbar-der-laden.de

Bild oben: Schriftführer Renke Brahms, Kirchenpräsident Martin Heimbucher und Bischof Jan Janssen (Archivfoto: Jens Schulze)
Bild unten: Die Gesprächsrunde in denkbar. Der Laden am 29. August 2017 (Foto: Hartmut Smoor)

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