Ausstellung auf „Schepken Christi“ beendet

Mehr als 5000 Besucher sahen „Ich bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation - 500 Jahre Migration“

Mit einer Finissage haben die Evangelisch-reformierte Kirche und die Stadt Emden am Sonntag, 27. August, die Ausstellung „Ich bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation – 500 Jahre Migration“ im Emder Hafen beendet. Seit der Eröffnung am 23. Juni kamen mehr als 5000 Besucher auf das Ausstellungsschiff „Schepken Christi. „Diese Zahlen übertreffen deutlich unsere Erwartungen“, sagte Sven Kramer, Beauftragter für das Reformationsjubiläum bei der Evangelisch-reformierten Kirche. Viele Besucher der historischen Seetjalk Anne seien sehr berührt wieder von Bord gegangen.

An Bord des Schiffes, das zentral im Emder Hafen festgemacht hatte, erzählten Zeitzeugen ihre Geschichte von Flucht aus der Heimat und Ankunft in der Fremde. Aus Interviews hatte der Emder Filmemacher Edzard Wagenaar acht Videoportraits erstellt. „Wir wollten mit der Ausstellung eine Brücke zwischen der Migration im Reformationszeitalter und der aktuellen Migration in Europa schlagen“, betonte Kramer.

Kirchenpräsident Martin Heimbucher erinnerte an das Symbol Schiff. Das „Schepken Christi“ sei als Zeichen für Flucht und Integration in die Geschichte der Evangelisch-reformierten Kirche eingegangen. Und es sei eine Mahnung für die aktuelle Diskussion über die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer.  „Hier ist die Haltung der Kirchen eindeutig: Es darf keine Diskussion darüber geben, ob die Rettung von Menschen aus Seenot die Zahl der Flüchtenden nach Europa erhöht. Die Rettung von Schiffbrüchigen ist ein Menschenrecht“, so Heimbucher.

Die Emder Bürgermeistern Andrea Risius dankte den Ausstellungsmachern. An zentraler Stelle in Emden sei das „Schepken Christi“ ein wichtiger Beitrag zum Programm Emdens im Reformationsjubiläumsjahr gewesen. Das musikalische Programm der Finissage gestaltete der deutsch-russische Chor „Druschba“ (Freundschaft). Als letzten Titel sangen die 20 russischstämmigen Frauen „Mein Ostfriesland, meine Heimat“.

28. Juni 2017
Ulf Preuß, Pressesprecher

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Bild oben: Blick in die Ausstellung an Bord der Seetjalk Anne, dem "Schepken Christi"
Bild unten: Der deutsch-russische Chor Druschba (alle Fotos: Jannik Preuß)

 

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